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Eine Begegnung auf der Einkaufsstraße am Weihnachtsvorabend

Wie feiern Sie Weihnachten?

Ich feier kein Weihnachten.

Wieso feiern Sie kein Weihnachten?

Was ist Weihnachten für Sie?

Es ist das Fest der Geburt Jesu, das Fest der Liebe, der Nächstenliebe, das Fest der Familie. Und für Sie?

Ein Mantel.

Ein Mantel?

Ja. Ein Mantel der erzwungenen Fröhlichkeit; ein Mantel des Verdrängens aller Sorgen, allen Leids, aller Mißstände auf der Welt; ein Mantel der geheuchelten Trautheit; ein Mantel unter dem die Großkonzerne die Menschen zum annähernd unendlichen Konsum anstacheln; ein Mantel unter dessen Schutz sich die Leute wieder in die Kirche wagen; ein aufgezwungener Mantel der blinden Flucht.

Aha. Und was werden Sie heute Abend machen?

Ich werde Weihnachten feiern.

25.12.07 15:45
 


bisher 14 Kommentar(e)     TrackBack-URL


~Ylogh (25.12.07 15:58)
Selbst wenn es nur "ein Mantel" ist... der die Menschen dazu bewegt fröhlich zu sein, mit ihrer Familie was zu unternehmen, die Sorgen für einen Abend zu verdrängen - ist das schlimm ?
Im Endeffekt erfüllt es doch seinen Zweck =)
Man ist vllt für einen Abend mal "sorgenlos" und konsumiert den ganzen shice der Großkonzerne - aber man macht es im Endeffekt nur weil es einem Spaß macht - also lohnts doch =)

also. ich "werde" "weihnachten" "feiern" =)


Tobi (25.12.07 17:28)
Welchen Zweck hat Weihnachten?
Wenn der Zweck ist, dass man Spaß hat, dass man sich am weihnachtlichen Ambiente erfreut, dann stimme ich zu. Dann lohnt es sich für einen persönlich.

Aber vielleicht kann Weihnachten auch noch einen anderen Zweck haben.


~Ylogh (25.12.07 18:08)
Ich denke mal zum einen hat es imo den

- "Egoistischen"-Zweck: Also man ist vllt mal gut gelaunt, entspannt, macht was mit der Familie...k.A. chillt einfach =)
zum anderen aber auch den
- "Sozialen" Zweck: ist halt auch so, dass die Menschen wenn sie in diese "weihnachtsstimmung sind" (obwohl da wohl nix besonderes ist...) dennoch z.B. Spendenfreudiger sind... unter dem "deckmantel"-der WEihnachtsnächstenliebe sozusagen...aber nunja...selbst wenn die Menschen dann z.B. Spenden um sich gut zu fühlen...
Im endeffekt profitieren davon alle... =)

K.A. ich weiß net was fürn Zweck Weihnachten noch hat =) ist wohl für jeden anders. Aber einfach ne "angenehme" Zeit haben...vllt mal die Familie (mit mehr Omas/Opas usw) wiedersehen kann dochs chon toll sein...
bei deinem Blogeintrag kam das so negativ rüber ^^


schrubber (25.12.07 19:14)
Es lebe der Kommuni... äh. nein.
Weihnachten hat heutzutage nicht mehr den Sinn, Jesu Geburt zu feiern - zumindest für die meisten Menschen nicht - es hat den Sinn, in der Familie zusammen zu kommen, gemeinsam mit anderen Menschen zu feiern und zu reden.
Und in die Kirche "wagen"... nein. Es ist nicht so, dass die Menschen sich den Rest des Jahres nicht trauen, in die Kirche zu gehen, sie sind einfach zu bequem dazu. Aber an Weihnachten treffen sie dort viele Menschen, sie wünschen einander frohe Weihnachten und lächeln sich an.
Geheuchelt ist das meiner Meinung nach nicht.
Und zum Konsum: Es lebe der Kapitalismus!


Tobi (25.12.07 20:09)
@ ~Ylogh:
Der "egoistische Zweck" ist ohne Frage ein positiver Aspekt der Weihnachtsfeierlichkeiten.
Der "soziale Zweck" von seiner Bedeutung her eigentlich auch, jedoch stellt sich doch die Frage in welchem Maße dieser sozialen Komponente der Weihnachtszeit wirklich Aufmerksamkeit zuteil wird.
Zur Spendenfreudigkeit:
1. Die Leute sind spendenfreudiger und geben mehr Geld aus für Geschenke für Freunde und Verwandte.
Doch inwieweit ist es nicht oft nur ein Zwang. Wie oft hört man die Klagen, man "müsse" ja noch Weihnachtsgeschenke kaufen?
2. Das Geschenke-"kaufen" an sich ist nicht sozial. Wer profitiert von dem ausgegebenen Geld? Wohl nur in geringem Maße der gemeine Bürger.
3. Es stimmt, dass viele Menschen gerade zu Weihnachten spenden und das ist auch positiv zu bewerten. Doch in welcher Relation soll man das sehen? Es tut vielen nicht weh wegen Weihnachten ein kleineren Betrag an Spendenorganisationen zu überweisen und damit sein Gewissen zu entlasten. Meist ist es doch so, es wird gespendet und damit ist die Sache auch wieder vergessen.
Ich spende auch, aber nicht aus dem Grunde, dass es Weihnachten ist, sondern, weil ich nun Geld bekommen habe.
Ein "wirkliches" Weihnachten sollte meines Erachtens nach mehr Wert auf die karitative und mitmenschliche Hilfe Wert legen als auf das überzogene Konsumverhalten, dass die Gesellschaft verinnerlicht hat.

@ schrubber:
Das Weihnachten für viele nicht mehr den Sinn hat Jesu Geburt zu feiern stimmt und ist eine andere Geschichte.
Die "geheuchelte Trautheit" ist vorhanden. Viele Menschen, die Weihnachten in der Familie feiern sehen manche ihrer Verwandten vielleicht nur dieses eine Mal im Jahr.
Es stimmt. Die weihnachtliche Stimmung in der Kirche ist schön. Und ja, man trifft Bekannte, wünscht denen frohe Weihnachten und lächelt sich an. Mehr dann aber auch nicht.
Es bleibt bei einem Mantel, bei einer Fassade, die einen jeden umgibt und mit dem ursprünglichen Sinn Weihnachtens wenig gemein hat.


~Ylogh (25.12.07 22:00)
Zu 1) - Klar es ist "Zwang" was aber nicht unbedingt heißt, dass man es nicht gern tut...nur hat man vllt nicht immer eine Idee... aber der gemeine - faule Mensch braucht vllt auch mal bissl Druck damit er mal was tut ^^
Ich von meiner Seite schenke gerne und lass mich auch gern beschenken
Denn "Müssen" tun wir eigentlihc nichts...wir müssen nur sterben...alles andere... wenn ich nicht schenken will tu ich es auch nicht - klar hat man dann wohl mit "Folgen" zu rechnen...aber so ist das Leben...so ist es mit allem ...

zu 2) Mhh das Geschenke-kaufen. - ne ist net soo sozial...aber:
- man macht der Person, die man beschenkt ne Freude (positiv)
- egoisitisch: man freut sich selber, wenn sich die Person freut(positiv)
- man ballert Geld in den Wirtschaftskreislauf(nya hat zumindest für mich keine negativen Folgen )

3) Kann ich dir eigentlich nur zustimmen, nur ist das ein Problem in den Menschen... der Mensch ist nunmal Frei...hat ne Vernunft...der eine mehr als der andere...nicht alle sind so sozial, dass sie spenden - oder wie du auch meintest nicht alle haben die Möglichkeit...
Wenn man es nicht schafft, die ganze Menschheit so zu "organisieren" dass es fair für alle ist, oder dass immer alle spenden...nunja dann lieber wenigstens zu weihnachten...
Wenn du für irgendwelche Kinder in Afrika spendest...ich denke mal den Kindern ist es so egal - ob du spendest weil du ihnen helfen willst, oder weil du spendest weil du musst, oder weil du dein Gewissen beruhigen willst
Für sie ist es nur positiv.


~Ylogh (25.12.07 22:01)
Und das mit dem "karitativen" - wenn es klappen würde =) WEnn die Menschen so "perfekt" wären...sind sie aber nicht... hinter Weihnachten ist halt auch ganz klar wieder nen egoistischer Hintergedanke... ^^
Und im Endeffekt möchten die Menschen die Zeit einfach auch sleber genießen, indem sie auch Geld ausgeben um z.B. iwas tolles zu Essen zu haben, das Haus toll zu schmücken... das karitative sollte sich ja nicht auf Weihnachten beschränken sondern eher auf das ganze Jahr...aber so sind die Menschen nunmal nicht - so sind die wenigsten von uns. Auch wenn gerne hier und da was spendet...man geht auch gerne in die Stadt zum feiern usw. und braucht da das Geld auch...deswegen spendet man wohl so über's Jahr verteilt usw. nicht so viel.

Könnte man mit der WM vergleichen...die Stimmung machts...auf einmal war bei der WM jeder nen Patriot =)
Und an Weihnachten ist auf einmal jeder ein hilfbereiter Spender ^^



sehen manche ihrer Verwandten vielleicht nur dieses eine Mal im Jahr <--- na wenisgtens da =)
wünscht denen frohe Weihnachten und lächelt sich an. Mehr dann aber auch nicht.
<--- das ist der Fehler/das Problem der Menschen, die so "handeln" - nicht des Festes oder ?
Was ist denn der ursprüngliche Sinn von Weihnachten ? - Meiner Meinung nach ein absolut praktischer...nix mit Nächstenliebe, beieinandersein usw.
Der einzige Grund für Weihnachten: Die Geburt Jesu feiern bzw. verkünden. Man möchte sich erinnern/anderen Zeigen, dass dieses Ereignis wichtig für in dem Fall die christen ist...
Alles weitere wurde drumherum gebaut. Ich finde dass weihnachten an sich eigentlich keinen ursprünglichen Sinn hat - außer eines einfachen "Feiertags" wie jeder andere kirchliche oder andere Feiertag. Nur hat sich um weihnachten halt sone "schöne" Tradition drumherumgebildet...

X_X nen 1/2 Roman ...
zu lang um es als 1 comment zu schreiben ? X____X ?


Tobi (25.12.07 22:41)
Im Einzelnen will ich nicht nochmal auf alle deine Punkte eingehen, weil a) meine Meinung zu den meisten Aspekten schon weiter oben zu finden ist und b) weil es mir jetzt zu mühsam ist und es ist ja schon spät

Ein paar gesonderte Bezüge:
zu 1):
im philosophischen Sinne "müssen" wir nur sterben. Im realen Leben "müssen" wir mehr
zu dem 2. Teil deines Kommentars:
Stimme ich dir im Großen und Ganzen zu; spiegelt schließlich auch zum Teil meine Meinung wider.
Klar, das Angesprochene sind allesamt "Fehler/Probleme" (aller?) Menschen und nicht des Festes.
Dazu kann ich auch nur sagen, dass es bei diesem Eintrag eigentlich nur vordergründig um den Status des Festes Weihnachten geht.


~Ylogh (25.12.07 23:13)
yo zu dem müssen, deswegen meinte ich ja wir haben mit Folgen zu rechnen ^^ -> manches wird von uns erwartet, müssen wir nach dem Gesetz und so...nya wahrscheinlich meinen wir im Endeffekt ja auch eh alle fast das gleiche =)

Aber so ganz alleine zu Hause mit all dem LateinPhilo kram xD da wird man mitteilungsbedürftig :D


schrubber (25.12.07 23:56)
lol, die assoziation mit der WM hatte ich auch, aber ich dachte mir, sie sei zu abgedroschen. Wir verstehen uns, Jogl.
Nach dieser umfangreichen Diskussion habe ich nun nicht die Muße, nochmal auf alles einzugehen, sondern ziehe gleich ein Fazit - ohne vorangegangene Erörterung.

Meiner Meinung nach ist das Weihnachtsfest - auch ohne stark christlichen Aspekt - eine gute Sache, eben weil man anderen Leuten und sich selbst eine Freude bereiten kann und weil man mal mit denjenigen spricht, mit denen man sonst nicht spricht (was wiederum nicht schlimm ist - es gibt genug Leute, bei denen es mir genügt, einmal im Jahr mit ihnen zu sprechen).

Aber wo ich hier nun gerade mal wieder philosophiere, fällt mir eine weitere Fragestellung auf:
Ist diese teilweise kritische Sicht auf Weihnachten nicht eigentlich eine Altersfrage? Als Kind ist Weihnachten das Größte, weil es die Erfüllung der Träume heißt. Von Jahr zu Jahr wird es dann ernüchternder... bis man selbst Kinder bekommt. Dann erfreut man sich am Schenken... usw. Und irgendwann tritt eventuell auch dort Ernüchterung ein...
Wir können die Diskussion ja in 30 Jahren als Familienväter fortsetzen.


Tobi (26.12.07 09:37)
Das Fazit ist meiner Meinung nach kein Fazit der gesamten Diskussion sondern eher nochmal deine eigene Meinung
Ein Fazit sollte differenzierter ausfallen.

Und zu der Altersfrage. Nun ja, natürlich hat seine eigene Lebenssituation Einfluss auf die Wahrnehmung.
Und ich sage ja auch nicht, dass das Schenken an sich etwas schlechtes ist. Dennoch ist es nur ein Aspekt des Weihnachtsfests und natürlich ändert sich die Auffassung dieses einen Aspekts wenn man z.B. Kinder hat und diese erfreuren kann. Die anderen Punkte jedoch verschwinden ja dann nicht plötzlich.


~Ylogh (26.12.07 13:39)
Das Fazit wäre dann:
Dass weihnachten eine ursprüngliche Bedeutung hat (die wir allerdings garnicht wirklich kennen )
Und dass Weihnachten immer mehr Materialistisch wird - also es eher um die Materialistischen Freuden geht "schöne Feier, Geschenke, iwas besonderes machen"
und weniger die
sozialen Aspekte "z.B. Spenden, Nächstenliebe, usw usw.
bzw dass die sozialen Aspekte
eher aus Zwang/Tradition eingehalten werden, als dass man es selber wollen würde...

Wobei meine Meinung:
- Lieber wenigstens aus Zwang, als garnicht
- Weihnachten ist das, was man draus macht: wenn man das ganze aus Überzeugung tut, ist es doch super
- Das Weihnachtsfest ~ sogar für mich als nichtchrist ~ hat im Endeffekt die gleichen Aspekte/Auswirkungen für mich, weil es nicht mehr diesen christlichen Aspekt hat(haben muss)

ich find's gut


schrubber (26.12.07 14:39)
sollte auch kein fazit der diskussion sein sondern ein fazit meiner eigenen meinung. habe ich vllt nicht deutlich genug ausgedrückt.

und nun habe ich keinen bock mehr auf diese relativ sinnfreie diskussion - um weihnachten herum kommt man sowieso nicht.


Tobi (26.12.07 23:04)


Noch ein kleiner Randvermerk. Der Eintrag war inspiriert von der Predigt eines Pfarrers aus einer Weihnachtsmesse, welche die Leitgedanken meines Textes enthielt.

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